Biochemisches und Klinisches Rezidiv

Definition und Häufigkeit:

Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom (S3-LL) definiert das nach Radikaler Prostatektomie (RPE) zweifach über 0,2 ng/ml gemessene PSA als Biochemisches Rezidiv (BR).

Die PSA-Halbwertzeit von 3,5 Tagen lässt das PSA sechs Wochen nach RPE unter 0,02 ng/ml sinken. 

Über 50 % der Männer, deren Prostatakrebs (PK) mittels (RPE) oder Strahlen (Radio) Therapie (RT) behandelt wurde, erleben während der Nachsorge erneute PSA-Dynamik: das BR. Häufig sind sie ganz gesund. Sie haben weder ein lokales Rezidiv noch Metastasen.

In den ersten zwei Jahren nach RPE erleben 50% aller Männer ein BR. Innerhalb von fünf Jahren sind es 66 %. Bei 23 % tritt es erst nach sechs Jahren oder später auf.

Der niedrigste PSA nach RT ist spätestens nach 36 Monaten erreicht. Hier wird ein zweifacher PSA-Anstieg auf mehr als 2 ng/ml über dem postinterventionellen PSA als BR definiert.

Das BR nach RPE wird nach S3-LL behandelt, ohne bioptisch gesichert zu sein. Tritt es nach RT auf, empfiehlt die S3-LL vor Behandlung zu biopsieren.   

  

Entstehung des BR:

Wieso wird wieder PSA produziert, wenn der PK samt Prostata radikal entfernt (RPE) wurde?

War der PK bereits vor Diagnose und RPE / RT mikro-metastasiert, bleibt er im Körper als anfangs inaktive, zellulär nicht nachweisbare,  genetische Information. Generiert die PSA, wird sie zum BR. Das soll dann die Nachsorge nachweisen. Selbst beim PSA über 2,0 ng/ml bildet das 68Ga-PSMA-PeT ein BR aber nur mit 95% Sicherheit ab.

                                                      

PK entwickelt sich genauso, wie es seine Tumor-Biologie bestimmt. Exakt erkennt die aber weder die biochemische (PSA), bildgebende  (CT/ MRT/ 68Ga-PSMA-PeT) noch mikroskopische (Gleason Score) Routine-Untersuchung. Einzig die DNA-Diagnostik misst sie objektiv.

                                                                                   

PK entsteht durch genetische (DNA) Veränderung:

https://drive.google.com/file/d/1Dk9e0_6BllNdqiWyIKvNPQNHiKw6l3SB/view?usp=sharing

 

PK wächst in Stadien. Nur im 1. Stadium (DNA-I°) bleibt er eine lokale und damit heilbare Erkrankung. Dazu zählen ca. 65% aller PK mit dem Gleason(3+3) 6 und ca. 15% aller PK mit Gleason (3+4) 7a. Einzig die DNA-Zytometrie des PK-Gewebes sichert sein Stadium valide.                                                                  Siehe dazu: Wie wird die Gefährlichkeit von PK objektiv gemessen.

 

Ab/mit dem 2. Stadium (DNA-II° <=> Gleason 6 / 7a / > 7 b) wird PK zur systemischen Erkrankung. Die kann invasiv wachsen und Metastasen ausbilden, muss es aber nicht.

Ergo ist beim BR zu klären: maskierte der PK, der als lokal begrenzte Erkrankung diagnostiziert und therapiert wurde, vielleicht eine systemische Erkrankung?

Lokale (A) oder systemische (B) Erkrankung: wie wird das geklärt?  

 

1.durch das pTNM Stadium des behandelten Pk (einfach),                       

2.durch die DNA-Zytometrie seines Gewebes (aufwändig),                     

3.durch die Berechnung seiner PSA-Verdopplungszeit (einfach):                 

4.auch bei R1 oder Pn1 Konstellation möglich.

Zur PSAVZ siehe: Den Krebs-Prozess umkehren.

 

A: War der behandelte PK eine lokale Erkrankung, wird das BR durch gesundes Prostatagewebe ausgelöst, was weiter im Körper wachsen und PSA produzieren kann. Dies BR bleibt gesundheitlich gefahrlos.

 

B: War der behandelte PK eine systemische Erkrankung, bleibt das BR, oft Jahrelang, nichts weiter als ein abnormer, unerwarteter, PSA-Anstieg ohne gesundheitliche Relevanz.

 

Aus ca. 50% aller BR wird, ggf. Jahre später, ein Lokal-Rezidiv. Oder es bildet Metastasen aus. Damit wird aus dem BR ein Klinisches Rezidiv.

 

Alle Betroffene hat die bisherige Behandlung erheblich traumatisiert. Nun reaktiviert das BR alle alten Ängste. Dazu quält die fatale Vorstellung, das BR bedeutet neues PK-Wachstum. War die ganze bisherige Quälerei vielleicht vergeblich?       

 

Empfehlung der S3-LL beim BR:

Die völlig verängstigten Betroffenen benötigen in ihrer psychisch höchst verletzlichen Situation Beistand, Erklärung und Zuspruch. Doch ihre Urologen verweisen meist nur auf die S3-LL. Die empfiehlt beim BR die Salvage Radio Therapie (SRT). Ab dem PSA von 0,2 ng/ml wird die Prostata Loge mit satten 66 Gy perkutan bestrahlt. Ohne vorab zu klären, ob PK dort überhaupt wächst oder nicht.

Ganzheitliche Überlegungen:

Das BR bedeutet zunächst nur einen abnormen Laborwert. Der löst bei Betroffenen sofort intensive Angst und fatale Vorstellungen aus.   

100% der Männer, die der SRT mit 66 Gy zustimmen, erleiden die Folgen der hochdosierten perkutanen Bestrahlung. Doch nur bei  40 -> 75 % der Bestrahlten senkt sie das PSA dauerhaft ab. Bei allen anderen steigt es danach weiter an. 

  

BR Betroffene sollten sich selber sehr kritisch fragen, ob die S3-LL konforme SRT nicht nur Laborkosmetik bewirkt, die der absurden Logik folgt, das abgesenkte PSA als Therapie Erfolg zu feiern.

Liegt bei Beschwerdefreien keine gesundheitliche Gefährdung vor, bleibt jede Behandlung kontra indiziert. Denn Folgen von Behandlung dürfen nie  belastender sein, als die unbehandelte Erkrankung selber.

 

Die Prämisse "frühzeitige Entdeckung erhöht Heilungschancen", dominiert auch das "Nachsorge-Screening". Darum wollen Urologen ein Rezidiv frühzeitig lokalisieren und therapieren. Diese Haltung reflektiert die Sorge vor juristischen Klagen, die nicht S3-LL konformes Handeln implizieren mag.

 

Zeigt das BR eine systemische Erkrankung, kann Schulmedizin den PK nicht mehr heilen. Damit ähnelt dies PK-Stadium vielen chronischen Erkrankungen, die Schulmedizin auch nicht heilen kann. Doch stellt der Betroffene sich darauf achtsam ein, wird er ziemlich gut und ziemlich lange damit leben lernen. Wichtig ist das Bewusstsein, dass ein Mann an seiner chronischen Erkrankung nicht zwangsläufig stirbt. Asthma, Arthrose, Diabetes, Hochdruck, Hyperthyreose oder Rheuma hält keiner für lebensgefährlich. 

Warum dann PK?

Wird ein statistisches Risiko als vitale Gefährdung gefühlt, generiert dies Angst. Lernt ein Mann Angst los zu lassen, fühlt er sich sicher. Sicherheit wird gefühlt, sie wird nicht berechnet.                                                                                                            

Prognostiziert wird stets statistisch, doch wer die Verantwortung für seine Gesundheit selbst übernimmt, verlässt mit der Gauß'schen Verteilungskurve den Mainstream und lebt sein eigenes Schicksal.

 

Da ist Alles möglich.                                                                                                      

Angst bleibt der schwarze Seelen-Schatten von PK.                                          Angst hemmt das Immun-System und blockiert die Lebensqualität. Die Haltung Betroffener zu ihrer Angst bestimmt die Prognose eher als die Diagnose.

 

Sinnvolle Strategie beim BR:

Wozu Schulmedizin beim BR drängt und das, was Betroffene selber wollen, bleibt oft widersprüchlich.

Schulmedizin bekämpft die Symptome von PK, den sie ursächlich nicht heilen kann. Das macht ihre Behauptung, frühe und maximale Therapie erreiche bessere Ergebnisse, unsinnig. Doch statt deshalb primär die Lebensqualität Erkrankter zu fördern, führt sie die lieber baldmöglichst belastender Behandlung zu.                                            

PK Erkrankte wollen so lange und so gut wie möglich mit ihrer Erkrankung leben. Wer lange beschwerdefrei leben will, muss jede neue Therapie kritisch hinterfragen, alle  Ängste sowie den blinden Glauben an medizinische Prognosen loslassen lernen, sich lebendig ernähren und ständig seelisch stabilisieren.

 

Meint ein Betroffener, ohne Therapie wird ja nichts gegen die Erkrankung unternommen, vergisst er: PSA-supprimierende Therapie belastet Körper und Seele. Dazu wirkt sie temporär so begrenzt, dass ihr frühzeitiger Einsatz sinnlos bleibt, ja schädlich wirkt.

Jeder Betroffene muss vor jeder neuen Diagnostik klar wissen, ob ihr Ergebnis sinnvolle therapeutische Konsequenzen ermöglicht.

Jeder Betroffene muss lernen, wie seine Ängste sich lösen lassen.

Jeder Betroffene muss immer neu lernen, den Signalen seines Körpers, der ihm sein Befinden beständig meldet, zu vertrauen. Diagnostik als reiner Selbstzweck kann nur irritieren. Dazu zählen engmaschige PSA-Kontrollen: sie erzeugen Angst, keinen therapeutischen Nutzen.

 

Dass Ivermectin das PSA dauerhaft nachhaltig supprimieren kann, bestätigen die Versuche, die ich übersehe, nicht.

Sinnvollerweise sollte lebendige Ernährung mit NEM ( Vit. C / D3 / Omega 3 etc.) und körperlicher Bewegung ergänzt werden.     

     

Wichtig zu wissen: es gibt viele erfolgreiche, belastbar belegte (Selbstheilungs-) Wege, die zu den Ursachen führen, die PK auslösen können.

 

Vor 2.500 Jahren lehrte Hippokrates, der medizinische Urvater, dass alle Krankheit von innen kommt.

Also kommt Heilung auch von innen, sobald sich Ursachen der Krankheit lösen.

Auch PK kommt von innen: er entsteht durch genetische Veränderung.

Heute zeigt die Epigenetik, wir selber können unser „Innen“, die  Gene, bewusst beeinflussen.

Erfolgreiche Selbstheilungs-Methoden setzten diese wissenschaftlichen Erkenntnisse um. Zahllose Berichte dokumentieren sie. 

 

Die Beschäftigung mit der Selbstheilung wiegt alle immer wachen Ängste aus. Sie wird zur lebendigen Quelle, die stets frische Kraft, neuen Mut und hoffnungsvolle Zuversicht spendet.

 

Sinnvolle Strategie beim Klinischen Rezidiv:

Das Auftreten von Metastasen macht die systemische Erkrankung sichtbar. Nicht gefährlicher. Dies PK-Stadium entwickelt sich genauso schleichend unbemerkt, wie alle früheren. Meist werden Metastasen durch Bildgebung bemerkt, nicht durch Schmerzen. Wann und wo sie auftreten, kann keiner wissen.

Sicher ist folgendes: Schmerzen treten wenn, dann spät auf. Sie sind bestens behandelbar.

Bis dahin empfehle ich viertel-halbjährliche Labor-Kontrollen von Blutbild und Vitalparametern, sowie Sonografie von Blase, Leber und Nieren.

Akut auftretende körperliche Symptome werden umgehend abgeklärt.

Jede isolierte/lokale Metastase wird sofort, idealerweise lokal und schonend behandelt, sobald sie vitale Funktionen blockiert.

 

Schreitet die Erkrankung voran, wird primär die systemisch wirksame  ADT (Androgen-Deprivations-Therapie) eingesetzt.

Sie senkt sehr rasch das PSA und lässt Metastasen einschmelzen.

Sie wirkt nur  zeitlich begrenzt. Deshalb sollten Beginn und Dauer ihres Einsatzes ganz genau bedacht sein. Ggf. wird intermittierende ADT vorteilhaft.

 

Über all das berät der Autor.                                                              Gemeinsam finden wir eine Ihrer individuellen Konstellation und persönlichen Erwartungen angepasste, ganzheitliche, (uro-) logische Behandlungs-Strategie,

Deren oberstes Ziel bleibt optimale Lebensqualität bei maximaler Lebensdauer.    

Jenseits der Grenzen sinnvoller Behandlung, wo Unausweichliches anerkannt werden muss, bleibt Begleitung und Führung des Betroffenen wichtigste ärztliche Aufgabe.                                                                                    

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Eine heilsame Entwicklung - bemerkenswert!
Ein Betroffener beschreibt seine Entwicklung.
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